PRESSEMITTEILUNG
Luxemburg, 29. Januar 2007
Vereinbarung zwischen PIN Group und ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Die PIN Group, einer der größten Briefdienstleister in Deutschland, baut ein bundesweites flächendeckendes Zustellnetz auf. Im Rahmen des Netzausbaues werden tausende von Arbeitsplätze in ganz Deutschland entstehen. Die Arbeitsplätze der PIN Group sollen tarifvertraglich abgesichert werden. Der Unternehmensverbund der PIN Group bildet in verschiedenen kaufmännischen wie auch in den branchenspezifischen Berufen aus und wird dieses Engagement ebenfalls verstärken.
ver.di und die PIN Group stimmen darin überein, dass zur Sicherstellung eines chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerbes im Postsektor die Arbeitsbedingungen nach einheitlichen sozialen Mindestanforderungen gestaltet sein müssen.
PIN Group und ver.di vereinbaren:
1.) Der ver.di-Bundesvorstand und die PIN Group nehmen Verhandlungen mit dem Ziel auf, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der PIN Group-Tochterunternehmen tarifvertraglich in einem bundesweit geltenden Tarifvertrag zu regeln.
Die Tarifverhandlungen werden im Februar aufgenommen und sollen im 1. Halbjahr 2007 zum Abschluss gebracht werden.
Der ver.di-Bundesvorstand und der Vorstand der PIN Group stimmen überein, dass ver.di die Möglichkeit erhält, die Beschäftigten der PIN Group über die Aufnahme der Tarifverhandlungen und den Fortgang der Tarifverhandlungen in geeigneter Weise zu informieren, ohne dass dabei der Betriebsablauf gestört wird. Die Beauftragten von ver.di setzen sich dazu rechtzeitig mit den Regionalvorständen der PIN Group in Verbindung, um die dazu notwendigen Absprachen zu treffen.
2.) Der ver.di-Bundesvorstand und der Vorstand der PIN Group kommen überein, ein gemeinsames Beratungsgremium einzurichten. In diesem Beratungsgremium wird u.a. über die Unternehmensentwicklung, Arbeits- und Ausbildungsplatzentwicklung sowie Betriebskonzepte informiert. Das Beratungsgremium tagt mindestens zweimal jährlich.
3.) Der ver.di-Bundesvorstand und der Vorstand der PIN Group kommen überein, für die Tochterunternehmen der PIN Group eine effiziente Mitbestimmungsstruktur einzurichten.
4.) Der ver.di-Bundesvorstand und der Vorstand der PIN Group werden sich gemeinsam für einen fairen und sozial flankierten Wettbewerb im deutschen und europäischen Briefmarkt einsetzen und dafür bereits im Vorfeld der beabsichtigten Liberalisierung des Briefmarktes um Unterstützung im politischen und öffentlichen Raum werben. Der Wettbewerb darf nicht zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen werden.
PRESSEKONTAKT:
Mandy Simon
PIN Group AG
15, rue Léon Laval, Z.I., L-3372 Leudelange, LuxembourgTel: +352 / 26 38 23-0
Fax: +352 / 26 38 23-99
mandy.simon@pin-group.net